Diese Seite verwendet Cookies

Um unsere Seite für Sie nutzerfreundlich und funktional gestalten zu können, setzen wir für die Analyse unserer Seiten Cookies ein.

Wenn Sie zustimmen, stimmen Sie der Verwendung solcher Cookies zu. Bitte besuchen Sie unsere Datenschutzerklärung um mehr zu erfahren.

OK

Familie in Bewegung


Warum spielt gerade bei Kindern Bewegung und körperliche Aktivität eine so große und wichtige Rolle? Die Entwicklung von Kindern wird durch Bewegung gefördert - sie entdecken durch Bewegung die Welt. Bewegung trägt erheblich zu einer gesunden körperlichen, geistigen und psychosozialen Entwicklung unserer Kinder bei.
All zu oft bestimmen Fernsehen, Handy, Spielekonsolen und PC den Alltag der Kinder. Diese Zeit geht als wertvolle Bewegungszeit verloren! Bei vielen Kindern, die ja eigentlich einen natürlichen Bewegungsdrang haben, führt der Bewegungsmangel zu motorischen Defiziten: sie können z.B. schlecht rückwärts laufen, balancieren oder gar einen Purzelbaum machen, haben wenig Kraft und Ausdauer. So verlieren sie schnell die Freude an der Bewegung, weil sie nicht „fit” sind und mit anderen Kindern nicht mithalten können. In Verbindung mit kalorienhaltigem Essen und Trinken führt dies dann nicht selten zu Übergewicht.

Eltern als Vorbilder

Aktive Eltern haben meistens auch aktive Kinder. Es ist also wichtig, dass seitens der Eltern Interesse besteht, die Kinder zu sportlichen Aktivitäten anzuhalten bzw. gemeinsam mit ihnen aktiv zu sein. Dies
unterstreicht besonders die Rolle der Familie. Solange die Kinder klein sind, ist es leicht, denn Kinder besitzen einen natürlichen Bewegungsdrang und orientieren sich an ihrer Familie, speziell an den Eltern. Erst später zählt mehr und mehr die Meinung der Mitschüler und Freunde. Hier gilt es, frühzeitig die Weichen zu stellen und den Kindern Bewegung zu ermöglichen. Auch die Eltern, vielleicht auch die Großeltern, haben etwas davon - denn aktive Eltern haben weniger häufig Krankheiten wie z.B. Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck - und, wer sich viel draußen aufhält, erkältet sich weniger, da das Immunsystem wesentlich besser funktioniert.

Was können Eltern und Kinder tun?

Für Kinder gibt es viele Möglichkeiten, körperlich aktiv zu sein. Doch wie viel und welche Art von Bewegung benötigt ein Kind, um sich gesund zu entwickeln?

Empfohlene Aktivitäten pro Tag

Die Basis für uns alle bilden die sogenannten Alltagsaktivitäten zu Hause mit etwa 6 x 5-10 Min. (ca. ½ - 1 Stunde). Hierbei handelt es sich um Tätigkeiten wie Zimmer aufräumen, Abfall wegbringen, gemeinsam einkaufen, zur Schule gehen, Treppen steigen, Tisch eindecken etc..
Hinzu kommen Freizeitaktivitäten mit ca. 4 x 15 Min. (ca. 1 Stunde), in denen man nicht ins Schwitzen kommt oder außer Puste gerät, wie beispielsweise gemeinsame Radtouren, mit Freunden draußen spielen, Hüpfspiele, klettern etc..
Und zu guter Letzt stehen die sportliche Aktivitäten auf dem Plan mit ca. 2 x 15 Min. (ca. 30 Minuten) bei denen man schwitzt oder außer Puste gerät, z. B. diverse Ballspiele, schwimmen, Inliner fahren etc..

Bewegung daheim

Kinder brauchen nicht viele Accessoires, um in Bewegung zu kommen. Je jünger sie sind, desto weniger interessieren sie sich für teure Sportgeräte und benötigen auch keinen Garten oder Spielplatz. Sie können draußen beispielsweise aus Naturmaterialien wie Stöcken, Steinen und Blättern fantasievolle Spielideen entwickeln, vorausgesetzt sie erhalten die Gelegenheit dazu. Also - raus in die Natur, wann immer es geht! Und noch besser: die Eltern kommen gleich mit! Gemeinsames Kicken, Fangen oder Spielen fördert nicht nur die Entwicklung, sondern auch den Familienzusammenhalt. Aber auch in der Wohnung lassen sich beispielsweise aus alten Kartons Erlebnisbahnen und Hindernis-Parcours bauen oder - sofern die Eltern einverstanden sind - über Tische und Stühle klettern.
Wie man mit einfachen Gegenständen viel Spaß in einen Spaziergang bringt und was man hier alles miteinander „in Bewegung“ erleben kann, sagen uns eine Vielzahl an Ratgeberbüchern, die der Ideensuche auf die Sprünge helfen können.

Fernsehen ist out

So günstig Bewegung für die Gesundheit der Kinder ist, so ungünstig ist ein Übermaß an Fernsehen, Playstation oder Computerspielen.
Denn dann haben Kinder keine Zeit mehr zum Spielen und Toben mit ihren Freunden oder Geschwistern. Außerdem besteht die Gefahr, beim Fernsehen oder ähnlichen Tätigkeiten verstärkt kalorienreiche Lebensmittel (Süßigkeiten, Chips, Limonade) zu verzehren, die natürlich auch bevorzugt im Fernsehen beworben werden. Eltern sollten daher für die Nutzung dieser Medien klare Grenzen festlegen:
  • maximal 0,5 Stunden am Tag bei Kindern unter 6 Jahren
  • maximal 1 Stunde am Tag bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren
  • maximal 2 Stunden am Tag bei Kindern ab 12 Jahren
Fernsehen oder Computer zur besten Spielzeit, also am Nachmittag, sollte selbstverständlich tabu sein.
Alle unsere großen und kleinen Patienten können sich Tipps und Anregungen aus der Psychomotorik und dem Spiel in freier Natur mitnehmen, sowie auch aus unseren verschiedenen Eltern-Kind-Interaktionen. Und selbst schlechtes Wetter kann mit passender Kleidung die Outdoor-Aktivität nicht vermiesen.

Testen Sie all das gleich bei uns vor Ort und Sie werden sehen, bis Sie wieder nachhause fahren ist all das schon eine lieb gewonnene Tradition geworden, die Sie mit Ihren Kindern gerne weiterführen.

Also: raus aus der Klinik, rein in die Weinberge und den Wald und viel Spaß!

 

Zum Thema Bewegung hat einer unserer Partner, die AOK gerade eine Studie herausgegeben.
Naheres finde Sie hier, in der AOK Familienstudie 2018