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Co-Therapeuten auf vier Beinen

Bild zum Eintrag Co-Therapeuten auf vier Beinen

Unser therapeutisches Team hat Zuwachs bekommen – tierischen Zuwachs! Seit Mai erhalten die Therapeuten wollige Unterstützung von sechs Lamas und zwei Alpakas. Die „Co-Therapeuten“ aus den Anden sind auf die Weide direkt neben dem Klinik-Gelände gezogen. Damit setzen wir einen weiteren
Meilenstein in unserer erfolgreichen Präventionsarbeit für Mütter, Väter und ihre Kinder, denn die unterstützende Arbeit mit Tieren soll eine Veränderung und Weiterentwicklung auf psychischer, sozialer, emotionaler, physischer oder kognitiver Ebene erreichen.
Vor allem für Kinder ist es spannend, die Tiere zu beobachten und sich mit ihnen zu beschäftigen. Das neue Therapie-Projekt der „Tiergestützten Intervention” lässt einen Prozess entstehen, der heilend auf Körper, Geist und Seele wirkt. Dieses Konzept ist auch fest in die Schwerpunktkuren-Programme Trauer und Adipositas eingebunden.

Gerade Lamas und Alpakas sind als Therapeuten bestens geeignet. Sie haben ein natürliches Distanzverhalten, das es auch unerfahrenen und etwas ängstlichen Menschen leicht macht, den Kontakt zu den Tieren aufzunehmen. In der Mikina-Herde gibt es viele verschiedene Charaktere, von Leon, dem erfahrenen Alpaka, der gern ruhig und entspannt das Schlusslicht bildet, bis Merlin, dem Freigeist, der immer für eine Überraschung gut ist. Eines ist jedoch allen Tieren eigen – die immer neugierige, aufmerksame und dabei sehr sensible und sanfte Art, begleitet durch ein Summen, das sie oft „anstimmen“.

Tierbegleitende Arbeit hat vielfältige Wirkung
Der Umgang mit den „Anden-Kamelen“ fordert, dass man sich körperlich in einer ruhigen und bedächtigen Weise bewegt und seelisch auf das Hier und Jetzt konzentriert. Dies geschieht zunächst durch Führung der Lamas oder Alpakas auf dem großzügigen klinikeigenen Gelände. Nach dieser ersten Kontaktaufnahme und wenn zwischen Tier und Patient hierdurch eine feste Partnerschaft entsteht, die dann auch während der nächsten Begegnungen Bestand hat, geht es auf Wanderung in die angrenzenden Weinberge.

Die tierbegleitende Arbeit kann das Selbstwertgefühl verbessern, die Kommunikation anregen, zu emotionaler Stabilisierung beitragen, Ängste abbauen und vieles mehr. Dadurch können nachhaltig physische gesundheitsfördernde Wirkungen eintreten. All dies geschieht durch neue Erlebens-, Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten. Der begleitende Therapeut wird dabei von seinem  „vierbeinigen Mitarbeiter“ als Türöffner, Bindeglied und Motivator unterstützt. Konkrete Hilfe für Körper und Seele – die Einsatzmöglichkeiten von Tieren bei Kindern und Erwachsenen sind dabei breit gefächert.

 

Die Plätze in der tiergestützten Intervention sind begrenzt und werden von den verordnenden Medizinern und Therapeuten nach Aktenprüfung bzw. nach Indikation vergeben. Eine Teilnahme von Kindern ist grundsätzlich erst ab 8 Jahren möglich, als Eltern-Kind-Interaktion mit Kindern ab 6 Jahren.