„Co-Therapeuten auf vier Beinen“: Tierbegleitende Interaktion

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Einziehen werden unsere "Co-Therapeuten" auf dem Weidegrundstück direkt neben dem Klinikgelände. Hier entstehen neben dem Stall eine Therapiehütte und viel Platz für die Settings wie z.B. ein Hindernisparcour. Ganz ideal, direkt angrenzend, beginnen die idyllischen Weinberge und ein kleines Waldgebiet für Wanderungen und Picknicks.

Die unterstützende Arbeit mit unseren Tieren will eine Veränderung und Weiterentwicklung auf psychischer, sozialer, emotionaler, physischer oder kognitiver Ebene erreichen. Für Kinder ist es spannend, die Tiere zu beobachten und sich mit ihnen zu beschäftigen. Das schult die Konzentration und die Kinder lernen außerdem, Grenzen zu respektieren, Vertrauen aufzubauen und Ängste abzubauen. Die positiven Effekte sind nachhaltig und allein schon durch die Anwesenheit der Tiere entsteht ein Wohlgefühl und ein enorm motivierender Prozess, der das Tier zu einem Türöffner werden lässt,  um die therapeutische Arbeit zu unterstützen.

Das Führen der Tiere ist immer auch ein Achtsamkeitstraining, da die sensiblen Tiere nicht nur auf die äußere Körperhaltung, sondern auch auf momentan ablaufende innere Prozesse reagieren. Sie merken sofort, wenn der Mensch nicht bewusst im Hier und Jetzt verweilt, sind sehr genaue Beobachter, reagieren auf jede Bewegung und der sanfte und vertrauensvolle Blick aus den großen Augen berührt. Die Tiere haben ein natürliches Distanzverhalten zum Menschen, sodass selbst ängstliche Kinder allein durch Bewegung die Nähe zu den Tieren selbst bestimmen können. Wenn sie sich nähern, geschieht dies bedächtig, neugierig und freundlich.

Mütter und Väter werden in interaktiven Angeboten die Möglichkeit haben, ein schönes gemeinsames Erlebnis mit ihren Kindern zu erhalten, zum Beispiel innerhalb unserer wir2 Schwerpunktkur für Alleinerziehende, die wir mehrmals über das ganze Jahr zu festen Terminen anbieten.

Darüber hinaus wird es innerhalb der Verordnungen ein “3-er Setting“ - also 3 aufeinanderfolgende Termine  - geben, bei dem es nach einer Tierbeobachtung und Kennenlernrunde zum Warmwerden mit den Tieren noch einen Hindernisparcour zu absolvieren gilt und zum Abschluss eine Wanderung durch die Weinberge erfolgt. Fest eingeplant sind diese Interaktionen auch bereits in den Schwerpunktkuren "Wege zum Wohlfühlgewicht" und in unseren Trauerkuren.

Aber auch für alle anderen großen und kleinen Patienten wird es außerhalb der Therapien Gelegenheit geben, die Tiere zu füttern, zu beobachten und zu erleben wie z.B. auf gemeinsamen Spaziergängen durch die Natur.

Durch das Miteinander, der Erfahrung von Zugehörigkeit und Angenommen Sein entsteht ein Prozess, der heilend auf Körper, Geist und Seele wirkt. Die Begegnungen und gemeinsamen Erlebnisse mit den Lamas  und Alpakas lassen positive Gefühle entstehen und ermöglichen ein nachhaltiges Erlebnis von hohem therapeutischem Wert.